Merkle Kulturkonzepte
Unsere Künstler Referenzen Unser Label Konzert Highlights Kontakt / Impressum

auf Englische Sprache wechseln Momentane Sprache: Deutsch           zurück zu unseren Künstlern                       Besuchen Sie uns auch auf Facebook Besuchen Sie uns auch auf Facebook


Ochsenbauer meets Sokal

Play Bassists

„Some Of My Best Friends Are …“ nannte Ray Brown eine Reihe von CDs, die in den letzten Jahren seines Lebens erschienen „… Bassists“ würde Johannes Ochsenbauer hier schlicht ergänzen. Sein neues Projekt spricht für das Selbstbewusstsein des jungen Tieftonmeisters: Ausschließlich Kompositionen von Bassisten stehen auf dem Programm, großflächig angelegt in der stilistischen Bandbreite. Gemeinsam mit dem sensibel agierenden Michael Keul am Schlagzeug, dem exzellenten Pianisten Tizian Jost und Saxophon-Star Harry Sokal (Depart, Vienna Art Orchestra) frönt Johannes Ochsenbauer in fein swingender Spielkultur dem von Bill Evans inspirierten Ideal jener gleichberechtigten Kommunikation, in der alle Individuen zu einem Ganzen verschmelzen. Das dies mehr als die Summe seiner Teile ist, verdankt es ganz wesentlich der selbstbewussten Kreativität und sanften Energie der tiefen Töne.

Dr. Tobias Böcker


Harry Sokal
Der 1954 geborene Harry Sokal gehört mit Sicherheit zu den wichtigsten “Post Coltrane“ Saxophonisten in Europa. Neben seiner Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von großen europäischen und amerikanischen Jazzmusikern wie Art Blakey, Dave Holland, Terje Rypal, Daniel Humair, Michel Portal, Mike Richmond, Minu Cinelu, Friedrich Gulda, Idris Muhammad, Joe Zawinul, Harry Pepl, Jene Jackson, Andy Mc Kee, wie auch seit 1977 als Gründungsmitglied des Vienna Art Orchestra und Mitglied des legendären Art Farmer Quintetts von 1979-1999, initiierte und leitete er eine Vielzahl von Projekten mit nationalen und internationalen Musikern wie auch seine eigenen Projekte: Harry Sokal Full Circle, Harry Sokal Roots Ahead und sein Projekt „Depart“. 2005 wurde Harry Sokal als Musiker des Jahres mit dem Hans Koller Preis ausgezeichnet.


Johannes Ochsenbauer
(Jahrgang 1982) studierte Jazzkontrabass bei Paulo Cardoso und klassischen Kontrabass bei Prof. Cajus Oana an der Musikhochschule und am Richard Strauss Konservatorium in München (Diploma mit Auszeichnung). Er nahm Unterricht/Masterclasses u. a. bei Ron Carter und Charlie Haden. Mit verschiedenen Ensembles konzertiert er im In- und Ausland (z.B. mit Leszek Zadlo, Claus Reichstaller, Lorenzo Perocca) und wird regelmäßig für CD-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen engagiert.
Chuck Israels: “I’m so impressed by your beautiful sound and your perfect pitch and technic! That’s great bassplaying!”
Ron McClure: “You are my kind of bass player!!! …You have a strong time and you play with a strong sense of melody!...”




Tizian Jost
Der Pianist Tizian Jost hat sich im Laufe seiner 20-jährigen Karriere zu einem der gefragtesten Musiker seines Genres im süddeutschen Raum entwickelt. Bekannt wurde er zunächst als jüngstes Mitglied der “Harald Rüschenbaum Big Band“, in der er von 1986 bis 1990 mitwirkte. 1990 gründete er dann mit der brasilianischen Sängerin Lygia Campos die Band “Domundo“, in der sich seine Liebe zur brasilianischen Musik manifestierte. Im Jahre 1995 wurde er mit 28 Jahren Dozent für das Hauptfach Jazz-Klavier am Richard-Strauss-Konservatorium in München (nun Musikhochschule München). Zahllose Bands und Künstler, vom “Wine & Roses Swing Orchestra“ über Mark Murphy bis zu Till Brönner, nutzen Josts wundervollen Ton und harmonischen Einfallsreichtum.

Michael Keul
studierte an der "Swiss Jazz School" in Bern bei Billie Brooks (USA) und verbrachte mehrere Studienaufenthalte in New York. Seit 1988 ist er ein fester Bestandteil der Münchner Jazzszene und einer der meistbeschäftigten Jazzschlagzeuger Süddeutschlands. 1991 wurde er festes Mitglied der Al Porcino Big Band. Neben seiner Tätigkeit als Dozent auf mehreren Jazzworkshops spielte Michael Keul seit 1985 bei Konzerten, Festivals, Theater-, LP- und CD-Produktionen, sowie Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen im In- und Ausland unter anderem mit Chet Baker, Clark Terry, Woody Shaw, James Moody, Red Holloway, Sal Nistico, der Al Porcino Big Band, Conte Candoli, Houston Person, Charlie Mariano, Dusko Goykovic, Joe Haider, Joe Kienemann um nur einige nennen.

Augsburger Allgemeine am 9.12.2010
Erstklassig
Der Bassist fristet auf Bühnen ein eher hintergründiges Dasein. Als sogenannter Nebenmann kommt er selten zum Zuge, die meiste Zeit begleitet er. So essenziell diese Tätigkeit auch sein mag, so erfreulich ist es nun, dass ein junger Musiker der tief tönenden Zunft sich aufmacht, sein Instrument ins Rampenlicht zu bringen. Genau das hat Johannes Ochsenbauer mit seinem wundervollen Projekt „Bass Player’s Delight“, das in der Galeria Cervino auftrat, getan.
Das funktionierende Konzept, von erstklassigen Musikern ausgeführt, beschränkte sich im Repertoire ausschließlich auf Kompositionen, die von Bassisten verfasst wurden. So donnerte zu Beginn - einem Weckruf gleich - Jump Monk von Charles Mingus über die Zuhörer hinweg. Ein Uptempo-Swing, zu dem Harry Sokal (Tenor- und Sopransaxofon) sogleich mit kraftvoll-warmem Tenorton in die Vollen ging. Der prägnante Stil des Vienna-Art-Orchestra-Mitgliedes lag irgendwo zwischen John Coltrane und Stan Getz, eingängig, gefühlvoll und eigenwillig.
In der balladesken Miss Morgan von Sam Jones lieferte Ochsenbauer, der gemeinsam mit Schlagzeuger Michael Keul eine unglaublich geradlinige Basis für die Soli seiner musikalischen Partner legte, ein eindrucksvolles Beispiel seines machtvollen Spiels. Pianist Tizian Jost brillierte indes mit stilistischer Vielfalt im Intro zu Mingus’ Ballade Celia.
Den harten Bruch förderte Sokal in der modalen Komposition Nimbus von Ron McClure zutage, seine Improvisation ganz gegen die Gewohnheit disharmonisch angelegt; ein großartiger Schachzug, der für gehörige Reibung sorgte.
Das von interessanten Interpretationen und spannenden dynamischen Bögen getragene Konzert, das mit erfrischend unbekannten Stücken aufwartete, war wie geschaffen, die winterliche Müdigkeit aus den Knochen zu treiben. Es war spannend, dynamisch, progressiv. Oder einfach: erstklassig.


Pressefotos

für grösseres Bild anklicken

Copyright 2011 by Merkle Kulturkonzepte