Walter Lang und
Takuya Taniguchi
Die Piano-Kultur des alten Europa trifft auf die
Trommelkunst des Landes der aufgehenden Sonne.

Das
Projekt:
Die beiden Künstler sind seit Jahren befreundet und musizieren so
harmonisch, als wären sie im gleichen Kulturraum aufgewachsen.
Das Gegenteil ist natürlich der Fall: Walter Lang kommt aus einer
schwäbischen Kleinstadt und Takuya Taniguchi ist in der japanischen
Provinz Fukui aufgewachsen.
Gegensätze also, die sich auf der Bühne ausdrucksstark niederschlagen:
Mächtige Sounds und übergroße
Klangwolken der Taiko Trommeln treffen auf zarte lyrische
Pianoimprovisationen.
Japanische Volkslieder verschmelzen mit westlichen Jazzismen.
Archaische japanische Rhythmen unterlegen Lang'sche
Eigenkompositionen.
Walter Lang:
„Der Poet“, „der Lyriker“, „der Romantiker“ –
Der Pianist und Komponist Walter Lang ist seit Jahrzehnten fester
Bestandteil der europäischen Jazzszene.
Zahllose Konzerte und Tourneen mit eigenen Bands, aber auch gemeinsam
mit Lee Konitz, James Moody, Chico Freeman, Dusko Goykovich und
anderen zeugen von seiner ungeuren musikalischen Vielfalt und
Kreativität.
Er ist MItbegründer des Rick Hollander Quartets und des Trio ELF,
beides international sehr erfolgreiche Formationen. Seine
Jazzadaptionen der großen Barockkomponisten wie auch der „Romantiker“
des 18. Jahrhunderts sind „Legende“.
Auch als Komponist und Arrangeur genießt Lang einen hervorragenden
Ruf. Das renommierte Fono Forum: „Langs liebenswerte Kompositionen
haben jene Qualität, die viele große Musik auszeichnet: Sie
unterhalten schon beim ersten Hören, erschließen aber mit jedem
weiteren immer tieferen Sinn“!
In Europa nicht so bekannt ist die Tatsache, dass Walter Lang in der
sehr ausgeprägten japanischen Jazzszene seit vielen Jahren ein
gefeierter Star ist. Er hat auf dem dortigen Markt bisher fünf CDs
veröffentlicht und war seit 1991 jedes Jahr auf Tournee …
Takuya Taniguchi
Den Pfad seines Meisters EITETSU HAYASHI fortsetzend, dem
berühmtesten Solo-Trommler Japans (Mitbegründer von KODO und ONDEKOZA,
der als Einziger Solokonzerte in der Carnegie Hall und der Berliner
Philarmonie gab), schlägt Takuya Taniguchi in seiner Kunst Brücken
zwischen der Tradition vom Taiko, den japanischen Trommeln und den
verschiedenen Kulturen in der Welt.
Takuya Taniguchi, geboren 1983 in Fukui, Japan, spielt seit seinem
dritten Lebensjahr Taiko. Mit 16 Jahren gründet er die Taikogruppe
‚TENRYU-DAIKO‘. Im Juli 2002 gewinntTaniguchi den Sonderpreis des
„Viennese World Youth Music Festival“ in Wien. 2003 wird Taniguchi in
das Ensemble seines Meister Eitetsu Hayashi ‚FUUN-NO-KAII‘
aufgenommen.Engagements beim „International Taiko Festival Ecstasia“,
beim „Count Down Concert“ in der Osaka Festival Hall, beim „Tokyo
Summer Music Festival“ 2004 sowie beim „Shimanami Music
Festival“folgen. 2005 beginnt seineZusammenarbeit mit dem
Jazzpianisten Walter Lang in der Kaze No Mori Hall in Fukui/Japan.
2006 gastiert er mit ‚KU-KAI-SEN-KIO‘ im Nationaltheater in Tokio.
Seit 2009 verstärkt sich sein Austausch mit Musikern aus anderen
Kulturen - mit einer wachsenden Anzahl von Einladungen in den Westen.
Er gibt Konzerte und Seminare in Europa, um sein Wissen und seine
Erfahrung um die Kunst des Taiko weiterzugeben.
2010 veröffentlicht Taniguchi mit Walter Lang die CD „Friendship“, er
gibt mit ihm zahlreiche Konzerte in Deutschland und Japan, unter
anderem in der Civic Hall in Tokyo. Unter der Leitung des Regisseurs
Masaru Sekine tritt er in „Macbeth“ zusammen Nô- und
Kyogen-Schauspielern undJean-Baptiste Monnot (Kirchenorgel) beim
„National Art Festival“ in Tokyo auf. Außerdem unterrichtet er
buddhistische Mönche im Taikospiel.
2011 wird Takuya Taniguchi festes Mitglied der deutschen Trommelgruppe
„Drumaturgia“und absolviert eine Reihe von Konzerten quer durch
Deutschland. Mit dem „World Percussion Ensemble“ und Walter Lang ist
er in zahlreichen Städten Europas und in Japan auf Tour. Die
Produktion „Ophelias Schattentheater“ des deutschen Komponisten
Wilfried Hiller bringt ihn mit dem Henschel-Quartett und dem Münchner
Rundfunkorchester zusammen. Mit seinem Meister Eitetsu Hayashi steht
Taniguchi im Winter 2011/2012 mehrfach in Tokyo auf der Bühne.
Für 2012 stehen diverse Festivals, die Erarbeitung neuartiger
Trommelkonzepte mit Drumaturgia sowie eine Welttournee mit dem „World
Percussion Ensemble“ im Mittelpunkt seiner Arbeit. Daneben widmet er
sich verstärkt der Vermittlung des klassischen Taikospiels in Europa
in Form von Meisterklassen und Workshops.
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